Ein Nachruf

Übergabe STELL Web

Georg Woyciechowski, damals 2. Vorsitzender
des Bürgervereins, übergibt Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag die Stadtteilrichtlinien.

Georg Woyciechowski verstorben

 

„Wenn eine Tür sich schließt, dann öffnet sich irgendwo eine andere.“ so fasste Georg Woyciechowski bei einem Gespräch, das wir vor seinem Abschied aus dem Vorstand im Jahr 2013 führten, seine Lebenserfahrung zusammen. Nun hat sich die letzte irdische Tür hinter ihm geschlossen. Ende Juni ist unser ehemaliges Vorstands- und Ehrenmitglied verstorben.

Nach mehreren dienstlich veranlassten Umzügen hatte sich der bei Danzig geborene Polizeibeamte im Jahre 1982 mit seiner Familie in St. Georgen niedergelassen. Die Nähe zur Waldorfschule für seine 5 Kinder gab dafür den Ausschlag.

Im Ruhestand konnte er dann für die Mitarbeit im Bürgerverein gewonnen werden.

Georg, der wegen seines komplizierten Nachnamens meist einfach Woy genannt wurde, war nicht nur ein tatkräftiger Vorstandskollege, sondern für manchen auch Mentor und Freund. Acht Jahre war er in verschiedenen Ämtern aktiv, zuletzt als 2. Vorsitzender. In dieser Zeit begleitete er federführend die Erarbeitung der Stadtteilleitlinien, nachdem er den Vorstand von der Wichtigkeit dieser neuen Form der bürgerschaftlichen Beteiligung überzeugt hatte.

Die Entwicklung des BV zu einer Organisation, die Prozesse innerhalb des Stadtteils begleiten kann, war ihm ein großes Anliegen und er hat diese Entwicklung mit vorangebracht. Er hat aktuelle Themen wie die Situation der Kinderbetreuung und der Schulen oder den Hochwasserschutz aufgegriffen und öffentliche Veranstaltungen dazu auf den Weg gebracht. Daneben hat er sich auch noch um viele andere Angelegenheiten gekümmert: Verkehrsprobleme an vielen Stellen, die Unterstützung der Anwohnerinitiative zur Gestaltung des Platzes an der Rumpelebruck und vieles mehr. Das alles schafft natürlich nicht einer allein. Aber es war eine besondere Fähigkeit von ihm, sich die Menschen zur Unterstützung dazu zu holen, die das jeweilige Projekt brauchte. Genau wie er auch stets zur Stelle war, wenn man seine Hilfe brauchte.

2005 wurde Georg zum 2. Pressewart gewählt und bald übernahm er auch die Leitung der AG Veranstaltungen. Ob Neujahrsempfang, Waldfest oder Maibaumhock, was Georg in die Hand nahm, wurde durchgeplant und man konnte sich darauf verlassen, dass alles klappte. Dabei wirkte er stets entspannt und strahlte Ruhe und Zuversicht aus.

Daneben hatte Georg auch noch etliche Interessen jenseits des Bürgervereins. So ist er, als es noch nicht so in Mode war, den Jakobsweg von der Haustür in St. Georgen bis nach Santiago gepilgert. Über diesen Weg hat er in einer öffentlichen Veranstaltung berichtet. Als Reiseveranstalter der international police association organisierte er Reisen für Polizeikollegen. Darüber hinaus war er stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender der SPD, war 4 Jahre Schöffe am Landgericht und Heimbeirat in einem Freiburger Pflegeheim.

Später haben er und seine Frau Waltraud St. Georgen wieder verlassen und sind nach Herdern gezogen. Das Interesse für St. Georgen blieb und so hat man die beiden bei vielen Veranstaltungen des Bürgervereins getroffen.

Der Bürgerverein blickt voll Dankbarkeit auf Georgs Arbeit zurück. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Möge sich ihm die himmlische Tür öffnen.

Kie.

 

Woyciechowski mit Frau

Woyciechowski zusammen mit Ehefrau Waltraud am 21. April 2017 bei der Verabschiedung von Herbert Bucher als 1. Vorsitzender des BV. Bild: Kie