Das Jahr der Prinzessinnen – St. Georgener Weintage 2018

Die Eröffnung der 42. St. Georgener Weintage wurde nicht nur durch warme Sonnenstrahlen, sondern auch durch viel Prominenz vergoldet. Die neue Markgräfler Weinprinzessin Hannah Herrmann hatte zur Eröffnung acht weitere Prinzessinnen aus allen badischen Weinregionen nebst der badischen Weinkönigin Franziska Aatz mitgebracht, allesamt Botschafterinnen für die köstlichen Tropfen, die in badischen Landen gekeltert werden.

Eröffnet wurde das Fest durch den neuen Finanzbürgermeister Stefan Breiter, der keinen Hehl aus seiner Begeisterung für St. Georgen und seine langjährige Verbundenheit mit dem Stadtteil machte. Der Bürgervereinsvorsitzende Martin Maier konnte viele weitere prominente Ehrengäste begrüßen: die Fraktionsvorsitzenden Renate Buchen, SPD, Wendelin Graf von Kageneck, CDU, die Gemeinderätin Gerlinde Schrempp und den Geschäftsführer Dr. Wolfgang Deppert von Freiburg Lebenswert sowie den Vorsitzenden der WG Schallstadt-Wolfenweiler Herrn Nickel und viele weitere Gäste. Auch an geistlichem Beistand fehlte es nicht mit Pfarrer Wehrle von katholischer Seite und Dr. Gollnau von evangelischer Seite.

Martin Maier bedankte sich bei allen Helfern aus den Vereinen, die während eines Weinfests über 8000 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisten. Damit gebührt ihnen großer Dank, ebenso wie auch allen Anwohnern, die vier Tage lang laute Gespräche, Musik und Essensgeruch ertragen.

Die Bergkapelle Styromag St. Katharein aus der Steiermark begleitete die Weintageeröffnung mit vollem Klang und viel Schwung. Der Kinder- und Jugendchor St. Georg unter der Leitung von Teresa Ehret begeisterte die Gäste, nicht nur mit der Schönberg-Polka sondern auch mit dem fetzig vorgetragenen Badnerlied. Bürgermeister Breiter ließ es sich bei seiner Rede nicht nehmen, die Einzigartigkeit des „Dorfes in der Stadt“, die St. Georgener Vereinsstruktur, den Zusammenhalt und den außerordentlichen Einsatz der St. Georgener Vereine für das Gelingen dieses beliebten Festes zu loben. Er betonte, dass die Stadt ihrerseits nun alles tun will, dass dieses Fest trotz möglicher Sicherheitsbedenken wie bisher stattfinden kann.

Für die Weintage 2018 entwickelte die Vereinsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem Amt für Öffentliche Ordnung, der Polizeibehörde und dem Polizeivollzugsdienst ein neues Sicherheitskonzept. Es beinhaltete auch den Einsatz vieler Festbegleiter der Initiative „St. Georgen… schaut hin“, die über das Festgelände liefen, hinsahen und oft auch Ortsunkundigen mit Rat und Tat zur Seite standen. Sie trugen damit dazu bei, dass alles friedlich blieb; und das, obwohl am Freitag- und Samstagabend der Besucherandrang so groß war, dass ein Vorwärtskommen in der Menge bisweilen recht schwierig wurde.

Die Ehrengäste waren auch dieses Jahr wieder in der Laube der Feuerwehr zu Gast. Sie wurden von dem Vorsitzenden Achim Müller begrüßt und aufs Großzügigste bewirtet, während die ungezählten ehrenamtlichen Helfer aus allen Vereinen sich fertigmachten, während der nächsten vier Tage die vielen Festbesucher

freundlich zu empfangen, und sie mit ihren Spezialitäten zu verwöhnen. Als zu späterer Stunde auch der neu gewählte Oberbürgermeister Martin Horn noch zu den „Weinhoheiten“ und den Ehrengästen stieß, zückten Alt und Jung ihre Handys, um sich mit so viel Prominenz ablichten zu lassen.

Am Ende des Fests strahlten alle: die Veranstalter, weil ihre Angebote so viel Zuspruch fanden, die Besucher, die mit ihrer guten Laune das Fest bereicherten und auch der Vereinsbeauftragte, Felix Maier, dessen unermüdlicher Einsatz die St. Georgener Weintage auch dieses Jahr wieder zu einem friedlichen, fröhlichen und genussvollen Event gemacht hat.

©G.Sigrist

                      

Alle Fotos: B. Krieger