Unser Wappen

Mit Kreuz und Ritter

Wappen Freiburg St. Georgen

Wappen Freiburg St. Georgen

Das Wappen des Stadtteils von St. Georgen steht für die frühere Verbandsgemeinde der Ortsteile St. Georgen, Uffhausen und Wendlingen. Der ehemals überwiegend aus Winzer- und Bauernfamilien bestehende Ort mit seiner 1620,68 Hektar großen Gemeindefläche am Fuße des Schönbergs ist am 1. April 1938 durch Führungsdekret der Regierung in Karlsruhe der Stadtgemeinde Freiburg angegliedert worden. Das historische Spannungsfeld „Sankt Jerge un Friburg“ ist hier auch heute noch ein beliebtes Gesprächsthema.

Von Wendlingen wird angenommen, dass es bereits um 500 n. Chr. erste alemannische Siedlungsversuche gegeben hat. Die früheste urkundliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahre 786. Am 26. Dezember wurde festgehalten, dass der begüterte Alemanne Heimo und dessen Tochter Svanahilt ihren Besitz von Reben und Weideflächen zu Merzhausen, Haslach und Wendlingen dem Kloster des heiligen Gallus zu Sanct Gallen übertrugen. Danach folgte eine wechselhafte Geschichte der Ortsherren. Im 12. bis 14. Jahrhundert setzte sich der Ortsname des Schutzheiligen St. Georg durch. Seine Verehrung erfolgte insbesondere in der alten Hardkirch aus dem Jahre 804. Dort steht heute die Georgskirche. Am 1. Januar 1390 war vom Prior und Konvent der Kartäuser das Erblehen von Wendlingen, Uffhausen und Hardkirch den Brüdern des Johanniterordens übertragen worden.

Am Torbogen des ehemaligen Ding-und Fronhofes, dem „Amtshof in Wendlingen“, findet sich das achtzackige Malteserkreuz. Es wurde in das Gemeindewappen aufgenommen, um an die über 400-jährige Ortsherrschaft des Johanniterordens zu erinnern. Dieser nannte sich Anfang des 16. Jahrhunderts Malteserorden; der Sitz war 1505 in Heitersheim.

Die Legende vom Ritter Georg bewegt seit dem 13. Jahrhundert die Menschen, die den Schutzheiligen der Spitäler, Reiter und Ritter, Städte und Burgen, Haustiere und den Nothelfer gegen Schlangenbiss, Syphilis, Pest und Lepra verehren.

Die Wappenabbildung in der Freiburger Gerichtslaube wurde anlässlich des Ortsjubiläums „1200 Jahre St. Georgen im Breisgau“ (1986) als Glasmalerei in der örtlichen Werkstatt von Kunstglaser Siegfried Hauser hergestellt. Stifter war die Familie Frey („Schiff“-Wirt).

Badische Zeitung vom Mittwoch, 25. Juni 2003 | urb